Kurzdarmsyndrom - Krankheit
Verkürzter Dünn- und Dickdarm
Als Kurzdarmsyndrom wird ein Krankheitsbild bezeichnet, das durch die operative Entfernung von großen Teilen des Dünndarms ensteht.
Ursachen
Große Dünndarm-Operationen sind bei manchen Krankheiten trotz bekannter Auswirkungen unvermeidbar. Das ist zum Beispiel bei akuten Gefäßverschlüssen des Darmes (Mesenterialinfarkt), bei der chronisch entzündlichen Darmerkrankung Morbus Chron, und bei Krebserkrankungen im Bauchraum der Fall. Bei Kindern können die Ursachen Verschlingungen des Darmes (Volvus), schwere Komplikationen bei Frühgeburtlichkeit oder angeborene Fehlbildungen sein.
Krankheitsentwicklung
Den Abschnitten des Dünndarms kommen bei der Verdauung und Nährstoffaufnahme unterschiedliche Aufgaben zu. Deshalb kommt es bei der Entfernung von Teilen des Dünndarmes zu sehr verschiedenen Ausfällen. Bei einem gesunden Erwachsenen ist es nicht möglich genau zu bestimmen, wieviel Dünndarm vorhanden sein muss um eine beschwerdefreie Nährstoffaufnahme aufrecht zu erhalten. Sind allerdings mehr als 75% des Dünndarmes entfernt, ist in jedem Fall eine ausreichende Nährstoffversorgung nicht mehr möglich.

